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News

E-Mails so unsicher wie Postkarten? (22.04.2018)

von: Nicholas Vollmer, (Kommentare: 0)

Immer wieder hört man die Aussage: "E-Mails sind so unsicher wie Postkarten".

Das ist natürlich gröbster Unsinn.

Doch genau mit dieser Aussage wird die ehemalige Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries in der Fachzeitschrift DuD 05/2018 auf Seite 332 zitiert: "Informationen in einer unverschlüsselten E-Mail sind etwa genauso schlecht geschützt, als würde man sie auf einer Postkarte versenden".

Im Folgenden wollen wir uns kurz auf den Kern der Botschaft konzentrieren (und lassen beiseite, dass die elektronischen Daten im Internet einen unvorhersagbaren Weg nehmen und die einzelnen Datenpakete ggf. über völlig verschiedenen Server laufen).

Fakt ist: Im August 2014 hat die Bayerische Aufsichtsbehörde die TLS-Transportverschlüsselung als "Stand der Technik" definiert und dadurch bewirkt, dass 99% der gewerblichen E-Mail Server verschlüsselt arbeiten können. Auf den allermeisten E-Mail Servern bedarf es dafür einen einzigen Mausklick. Der Vergleich mit Postkarten ist also definitiv vollends veraltet.

Fakt ist aber auch, dass die von Brigitte Zypris in Auftrag gegebene Verschlüsselungs-Studie vom Februar 2018 im Kapitel 2.4.2 nicht auf TLS eingeht. Das ist ein unverzeihlicher Fehler. Welche Gründe könnte das haben?

  • Sind die Experten der Studie inkompetent? Ausgeschlossen.
  • Liegt es daran, dass nur die "Kurzversion" dieses wichtige Detail ausblendet, und die Vollversion differenzierter auf diesen Umstand eingeht. Unwahrscheinlich.

  • Wurde der Schwerpunkt der Studie ganz bewusst so gesetzt, dass nur die Ende-zu-Ende Verschlüsselung erwähnt wird? Liegt das Ziel darin, dass man einen politischen "Knaller" landen möchte, damit man überhaupt in Fachzeitschriften erscheint? Ziemlich wahrscheinlich.

Unser Fazit ist: Wieder einmal mehr werden auch simple technische Zusammenhänge verkürzt dargestellt und verschleiert. Wie soll man da noch Vertrauen haben?

(Wenn wir als Datenschutzbeauftragter extern bestellt werden, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Wir schreiben DATENSCHUTZ groß. Als Dienstleister stehen wir an Ihrer Seite und sorgen für rechtliche, technische und organisatorische Sicherheit. Wir sind auch in der Lage die datenschutzrelevanten Aspekte WIRKLICH zu beurteilen.)

Java-Runtime Update (19.04.2018)

von: Nicholas Vollmer, (Kommentare: 0)

Heute liefert Oracle ein Update des Java-Clients auf 8.171. Eine Installation dieses Updates ist - wie immer - dringend angeraten. Auch die Java-Bibliothek ist immer wieder ein Einfallstor für Schadsoftware.

Siehe https://www.java.com/de/download/manual.jsp

Ein "normaler" Computernutzer benötigt Java überhaupt nicht. Aber schon wenn man die elektronische Steuererklärung mit ELSTER erstellt, so ist Java notwendig. Auch für den Fall, dass Sie qualifizierte elektronische Signatur mit Ihrem elektronischen Personalausweis nutzen wollen, so ist die Java-Runtime unter Umständen erforderlich.

(Wenn wir als Datenschutzbeauftragter extern bestellt werden, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Wir schreiben DATENSCHUTZ groß. Als Dienstleister stehen wir an Ihrer Seite und sorgen für rechtliche, technische und organisatorische Sicherheit.)

VeraCrypt 1.22 veröffentlicht

von: Nicholas Vollmer, (Kommentare: 0)

VeraCrypt kann Daten in einem Container verschlüsseln. Die neue Version 1.22 wurde veröffentlicht.

Informationen finden sich hier: https://www.veracrypt.fr/en/Release%20Notes.html

Der Download findet sich hier: https://www.veracrypt.fr/en/Downloads.html

Auch angesichts der kommenden DS-GVO ist diese Verschlüsselungs-Software ein wertvolles Mittel zur Sicherstellung der IT-Sicherheit gemäß Artikel 32.

© Das Urheberrecht dieser Meldung liegt bei Nicholas Vollmer. Sie dürfen diesen Text nicht unverändert übernehmen und bei umfangreichen Zitaten den Urheberrechts-Hinweis nicht entfernen.

E-Mail Verschlüsselung (Ende-zu-Ende)

von: Nicholas Vollmer, (Kommentare: 0)

Die Datenschutz-Aufsichtsbehörde in Nordrhein-Westfalen hat angesichts der am 25.05.2018 kommenden EU Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) die Anforderungen an die E-Mail-Verschlüsselung signifikant erhöht.

Sie finden diese wichtige Mitteilung aus NRW hier.

===> Wir haben diese Mitteilung ausführlich kommentiert und stellen Ihnen dies hier zur Verfügung.

Sehr gute Erfahrungen haben wir mit der Software gpg4o gemacht, die sich direkt in MS-Outlook integriert. Diese Software ist wesentlich komfortabler als Gpg4Win.

Die Software gpg4o ist ab 94 € erhältlich. Die Lizenz gilt für einen User (vermutlich auf mehreren Geräten) und beinhaltet 1 Jahr Updates und E-Mail-Support. Die verschlüsselten Nachrichten sind kompatibel mit PGP®, Enigmail, KMail, Apple Mail® und vielen anderen Programmen. Als Systemvoraussetzung muss MS-Outlook auf MS-Windows installiert sein. Die PGP-Schlüssel können sich auf beliebig viele E-Mail-Konten beziehen; insofern kann man alle E-Mail Konten mit einem Passwort nutzen. Vermutlich könnte eine Firma alle E-Mail-Konten mit einer einzigen Schlüsseldatei abdecken (wobei man aber für jeden User eine Lizenz kaufen muss). Der Import einer von Gpg4Win erzeugten Schlüsseldatei hat problemlos funktioniert; insofern hat man hier eine wirklich transparente und stabile Lösung. (Kein Vergleich zu den Schwierigkeiten mit S/MIME-Zertifikaten!) Übrigens gibt es die Möglichkeit, dass nur die Dateianhänge einer E-Mail verschlüsselt werden.

Es gibt kleine Mankos an PGP (bzw. S/MIME), wofür gpg4o auch nichts ändern kann:

  • Wenn die E-Mail im HTML-Format geschrieben ist (also mit Farben, ansehnlichen Hyperlinks etc.), dann werden viele Empfänger dies nicht korrekt darstellen können. Insofern muss man hier in reinem ASCII-Text schreiben müssen. Das ist nicht hübsch, aber dafür eben sicher.
  • In MS-Outlook gibt es keine Volltext-Recherche in verschlüsselten E-Mails. Eine Suche nach dem Betreff der E-Mail ist kein Problem, aber die Texte sind verschlüsselt und somit nicht durchsuchbar. Das muss man wissen.

FAZIT: Eine Ende-zu-Ende Verschlüsselung ist mit gpg4o machbar. Sie brauchen nur 100 € und eine Stunde Zeit investieren. Riskieren Sie keine Konfrontation mit Ihren E-Mail-Kommunikationspartnern bzw. der Datenschutz-Aufsichtsbehörde. Publizieren Sie Ihren öffentlichen PGP-Schlüssel im Impressum, so wie wir es hier auch gemacht haben.

Sie wollen den Datenschutz gemäß DS-GVO einhalten? Dann werfen Sie einen Blick auf unseren PrivazyPlan®; eine ausführliche Leseprobe wird Sie überzeugen. Die ca. 50 Pflichten der DS-GVO sind machbar!

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PrivazyPlan® im März 2018

von: Nicholas Vollmer, (Kommentare: 0)

Unser Praxisleitfaden PrivazyPlan® wurde im März 2018 an 23 Stellen aktualisiert und erweitert. Der Umfang beträgt nun 394 Seiten. Die wichtigsten neuen Themen sind:

  • Auskunft bei Datenerhebung: Interessante Details
    Die Pflicht [GVO_013] zur Informationspflicht bei der Erhebung hat es in sich! Wir nennen hier neue Überlegungen: (a) Was ist überhaupt eine Datenerhebung und (b) muss man sie im Einzelfall nachweisen können? Diese Details sind sehr wichtig, denn davon hängt ab, ob man die betroffene Person bei der Erhebung schon über die Details der Datenverarbeitung informieren muss. Seite 31

  • Vertragsvorlagen für Auftragsdatenverarbeitung aktualisiert
    Die vertragliche Gestaltung einer Auftragsverarbeitung ist eine wichtige Angelegenheit. Wir haben alle Vorlagen neu gesichtet und ergänzt. Seite 162

  • Nationale Rechtsvorschriften in der EU
    Das Kapitel 9.2 zu den Rechtsvorschriften anderer Länder wurde überarbeitet und ergänzt. Zukünftig werden alle nationalen Gesetze hier aufgeführt. Das ist wichtig für alle Unternehmen mit selbstständigen Niederlassung im EUAusland. Seite 203

In 11 Wochen wird die EU-Datenschutz-Grundverordnung wirksam! Der 25. Mai 2018 rückt näher

 

Interessieren Sie sich für solche Themen? Dann werfen Sie einen Blick auf unseren PrivazyPlan®; eine ausführliche Leseprobe wird Sie überzeugen. Die ca. 50 Pflichten der DS-GVO sind machbar!

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